Vorhandene Potentiale stärken und fördern

Arbeitsgemeinschaften

60+

SPD-Senioren trafen Bernhard Roos MdL

Ausgiebig zur politischen Diskussion nutzen die Senioren von der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus mit ihrem Vorsitzenden Hartmut Manske aus den Landkreisen Dingolfing-Landau und Rottal-Inn den vom SPD-Kreisvorsitzenden Dr. Bernd Vilsmeier organisierten Besuch von Bernhard Roos MdL aus Passau im Landkreis. Zu den wichtigen Themen gehörte Bildung, die alltägliche Daseinsvorsoge durch die Kommunen und das Gutachten des Zukunftsrates.
Ausgiebig beackerten die SPD-Senioren die Themenbereiche Bildung, Soziales und Beruf und Familie. Für Bernhard Roos MdL ist eine gute (Aus-)Bildung die Grundlage für ein gutes Leben. Dazu gehören die wohnortnahe Beschulung und eine vollständige schulische Infrastruktur vor Ort unbedingt dazu. Neben den klassischen Bildungseinrichtungen wie Schulen sind Investitionen in soziale Berufe sehr wichtig; dazu gehören z. B. mehr Fachakademien für Sozialpädagogik, um das notwendige Fahrpersonal für den immer höheren Bedarf auszubilden. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein weiterer wichtiger Bereich, dazu gehört eine gut ausgebaute Infrastruktur für den (Daten-)Verkehr.
Bernhard Roos ging ausführlich auf die Wichtigkeit der Kommunen für die tägliche Daseinsvorsorge für die Menschen ein. Etwa 90 Prozent der Dienstleistungen für die tägliche Daseinsvorsorge der Menschen erbringen die Kommunen. Dies wird leider zu wenig gewürdigt. Im Gegenteil, es kommen immer mehr Aufgaben, auch im sozialen Bereich auf die kommunalen Ebenen, d. h. von den Gemeinden über die Landkreise bis hin zum Bezirk, zu, wofür sie gesetzlich verpflichtet werden, ohne gleichzeitig für die notwendige Finanzierung zu sorgen. Die so genannte kommunale Selbstverwaltung wird so zur Makulatur, so Roos.
Eine ganze Region, wie teilweise im Gutachten des Zukunftsrates angedacht, einfach abzuschreiben ist unerhört. Hier müssen die vorhandenen Potentiale gestärkt und ausgebaut werden. Kristallisationskerne sind dazu wissenschaftliche Kompetenzzentren, wie es sie in z. B. in Straubing oder Teisnach gibt. Leider gibt es dazu nichts Vergleichbares im Landkreis Dingolfing Landau. Dies bedarf weiterer Koordinierung. Deutlich macht das ein bundesweites Ranking der über 400 Städte und Landkreise, dort liegt Dingolfing-Landau bei hochqualifizierten Fachkräften ziemlich abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze. Wir laufen Gefahr, die Zukunft in unserer Region zu verspielen, meinte SPD-Kreisvorsitzender Vilsmeier, denn jeder hochqualifizierte Arbeitsplatz schafft zusätzliche weitere Arbeitsplätze.
Hier hakt auch Bernhard Roos ein, der betont, dass Forschungsförderung eine ureigene Aufgabe des Freistaats ist und keine der Gemeinden. Dies würde die Kommunen entlasten und sie hätten wieder mehr Luft für ihre eigentlichen Aufgaben. Dazu gibt es leider nur Versprechungen der Vertreter der Regierungsparteien, aber keinerlei harte Fakten. Um den Verfassungsauftrag für gleichwertige Lebensbedingungen in ganz Bayern zu erfüllen, fordert Bernhard Roos ein nachhaltiges strukturpolitisches Sonderförderungsprogramm für den Bayerischen Wald, anstatt mit der Gießkanne übers Land zu gehen. Generell brauchen die Regionen mehr Kompetenzen, auch finanzieller Art, für ein echtes Regionalmanagement, dass unter Beteiligung der Kommunen, Kammern und Gewerkschaften die traditionelle Wirtschaftsförderung ergänzen muss. So können die regionalen Kräfte weiter gestärkt werden, um die Wirtschaft und Bevölkerung in den Regionen zu halten.

 

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